6,5 Millionen Euro für Weiterbildung: Neue Förderungen sollen Jobs im Tourismus attraktiver machen

6,5 Millionen Euro für Weiterbildung: Neue Förderungen sollen Jobs im Tourismus attraktiver machen

(Erstellt mit Unterstützung von KI): Die Tourismusbranche sucht händeringend nach Fachkräften. Gleichzeitig verlassen viele Beschäftigte die Hotellerie und Gastronomie nach wenigen Jahren wieder. Mit dem neuen Tourismusbeschäftigtenfonds will unter Aufsicht des Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz gezielt gegensteuern: Mitarbeiter:innen mit niedrigerem Einkommen können ab sofort Förderungen für Aus- und Weiterbildungen, Zuschüsse zur Kinderbetreuung und zur beruflichen Entwicklung beantragen. Für viele Beschäftigte bedeutet das Unterstützung von mehreren hundert Euro auf dem Weg zur nächsten Karrierestufe.

Neue Unterstützung für Beschäftigte in Hotellerie und Gastronomie

Der im Regierungsprogramm verankerte Tourismusbeschäftigtenfonds hat mit Ende Oktober seine Fördertätigkeit offiziell aufgenommen. Bis 2028 stehen jährlich 6,5 Millionen Euro zur Verfügung, um Arbeitnehmer:innen in der Tourismusbranche bei ihrer Weiterbildung zu unterstützen. Die Maßnahme richtet sich insbesondere an Beschäftigte in Bereichen wie Küche, Service, Housekeeping oder Rezeption. Ziel ist es, Qualifikationen zu verbessern, Aufstiegsmöglichkeiten zu schaffen und Mitarbeiter:innen langfristig in der Branche zu halten.

Nach Angaben des Fonds sind rund 230.000 Menschen in Österreichs Hotellerie und Gastronomie beschäftigt. Während der Hochsaison liegt die Zahl sogar deutlich höher. Gerade in vielen ländlichen Regionen zählt der Tourismus zu den wichtigsten Arbeitgebern.

Bis zu 5.000 Euro für Aus- und Weiterbildung

Herzstück der neuen Initiative ist das sogenannte Tourismusstipendium. Beschäftigte mit einem Bruttomonatseinkommen von maximal 2.700 Euro können einen Zuschuss zu ihren Weiterbildungskosten erhalten. Der Fonds fördert Menschen, die in einem Hotel oder in der Gastronomie arbeiten – oder zuletzt dort gearbeitet haben. Egal ob Küche, Service, Housekeeping oder Rezeption. Egal ob Vollzeit, Teilzeit oder geringfügig.

Gefördert werden 50 Prozent der Kurskosten, maximal jedoch 5.000 Euro pro Person. Die Verantwortlichen hoffen, dass Arbeitgeber die verbleibenden Weiterbildungskosten übernehmen und die Teilnahme während der Arbeitszeit ermöglichen.

Damit soll Weiterbildung nicht länger an finanziellen Hürden scheitern. Gerade für Mitarbeiter:innen ohne höhere formale Qualifikation eröffnet sich dadurch die Möglichkeit, zusätzliche Kompetenzen aufzubauen und sich innerhalb der Branche weiterzuentwickeln.

Übersicht Förderungen
Tourismusfonds

Weiterbildung direkt für die Praxis

Zu den Bildungspartnern des Fonds zählen unter anderem das WIFI, das BFI sowie der ÖHV-Campus der Österreichischen Hotelvereinigung. Der ÖHV-Campus betont insbesondere seinen Praxisansatz. Das Kursangebot reicht von Küchen- und Kostenmanagement über Housekeeping und Hygiene bis hin zu Revenue Management, Preisgestaltung und Online-Marketing. Viele Schulungen finden direkt in Hotelbetrieben statt und orientieren sich an konkreten Herausforderungen des Arbeitsalltags. Dadurch sollen Teilnehmer:innen erworbenes Wissen unmittelbar im eigenen Betrieb anwenden können. Gleichzeitig entstehen durch die Arbeit in kleinen Gruppen wertvolle Netzwerke innerhalb der Branche.

Kinderbetreuung als zusätzlicher Karrierehebel

Eine Besonderheit des Fonds ist die ergänzende Kinderbetreuungsförderung. Beschäftigte können bis zu 300 Euro pro Kind und Monat erhalten, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern. Gerade in einer Branche mit wechselnden Arbeitszeiten und saisonalen Belastungen könnte diese Unterstützung für viele Eltern ein wichtiger Faktor sein, um weiterhin im Tourismus beschäftigt zu bleiben.

Digitalisierung vereinfacht den Zugang

Auch die Antragstellung soll möglichst unkompliziert funktionieren. Eine digitale Vorprüfung soll innerhalb weniger Minuten zeigen, ob die Fördervoraussetzungen erfüllt werden. Der eigentliche Förderantrag kann online eingereicht werden und steht bereits in mehreren Sprachen zur Verfügung.

Nach Angaben des Fonds soll die Bearbeitung der Anträge innerhalb weniger Wochen erfolgen. Nicht ausgeschöpfte Mittel können zudem in die Folgejahre übertragen werden.

Signal gegen den Fachkräftemangel

Die neue Förderung ist mehr als ein Weiterbildungsprogramm. Sie ist auch ein Versuch, die Attraktivität einer Branche zu erhöhen, die seit Jahren mit Personalengpässen kämpft. Höhere Qualifikation, bessere Karriereperspektiven und zusätzliche Unterstützung bei der Kinderbetreuung könnten dazu beitragen, mehr Menschen langfristig in Hotellerie und Gastronomie zu halten.

Für Beschäftigte mit Weiterbildungsplänen lohnt sich daher ein genauer Blick auf die neuen Fördermöglichkeiten. Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann einen beträchtlichen Teil seiner Ausbildungskosten finanzieren lassen und gleichzeitig neue Karrierechancen erschließen.


Quellen

  • APA / Der Standard: „Mehr Geld für Weiterbildung: Bis zu 5000 Euro Förderung für Hotellerie- und Gastro-Beschäftigte“ (29.10.2026)
  • Tourismusbeschäftigtenfonds: www.tourismusfonds.at
  • Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV): „6,5 Mio. Euro Weiterbildungs-Offensive für Hotellerie: ÖHV-Campus von Tag 1 an dabei“
  • BFI Österreich
  • WIFI Österreich

Info: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt

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