Passgenaue Bewerbungen sind der Schlüssel

passgenauigkeit bewerbung jobberie

Passgenaue Bewerbungen sind der Schlüssel

In Bewerbung steckt das Wort „Werbung“. Der Satz ist zwar schon ein alter Hut und Sie können ihn vielleicht schon gar nicht mehr hören. Dennoch: Eine Bewerbung ist und bleibt Werbung in eigener Sache. Allerdings sollten Sie es mit der Werbung in eigener Sache nicht übertreiben – und auf keinen Fall vorschnell handeln. Wie sagte schon Herny Ford: „Der größte Feind der Qualität ist die Eile.“

Bevor Sie Ihre Bewerbungsunterlagen verschicken sollten Sie daher auf einige Dinge achten:

1 Passgenauigkeit

Viele Unternehmer*innen beklagen sich darüber, dass sie keine passenden Bewerber*innen bekommen. Der Rücklauf auf eine Stellenanzeige ist oft gut, aber es bewerben sich viele Kandidat*innen mit unzureichender Berufserfahrung. Oft kommt es auch vor, dass die Qualifikationen auf den ersten Blick passen, jedoch in Wirklichkeit in einem anderen Bereich gesammelt wurden. Um es mit einem Beispiel zu veranschaulichen: Wenn ich meine Ausbildung als Einzelhandelskaufmann im Lebensmittelhandel absolviert habe, bedeutet dies nicht unbedingt, dass ich für den gehobenen Textilhandel oder den Vertrieb geeignet bin.

2 Prüfen Sie das Stellenangebot genau

Hier wären wir wieder bei Henry Ford und der Qualität. Der Teufel steckt im Detail. Lesen Sie nicht nur die Stellenausschreibung sehr genau, sondern recherchieren sie auch das Unternehmen für das Sie arbeiten wollen. Stellen Sie sich die Frage, ob Sie dorthin passen. Wen z.B. in einem Inserat steht: „Konzernerfahrung erwünscht…“ dann ist dies mehr als eine bloße Empfehlung. Es ist ein sogenanntes Muss-Kriterium. Wenn Sie immer nur in sogenannten KMU‘s gearbeitet haben, kann ein derartiges Muss-Kriterium schnell zu einem Ausschließungsgrund werden. Sollte ein solcher Ausschließungsgrund auf Sie zutreffen, bedeutet dies noch nicht das Ende Ihrer Bewerbung. Gehen Sie in ihrem Anschreiben darauf ein, wieso Sie für die Stelle geeignet sind. Dazu später mehr.

3 Qualität vor Quantität

Wenn Sie sich passgenau bewerben, sinkt das Bewerbungsaufkommen. Sie bewerben sich automatisch weniger oft, dafür auf Stellenangebote, die Ihnen und Ihren Qualifikationen entsprechen. Achten Sie auf qualitative übersichtliche und vor allem gut lesbare Bewerbungsunterlagen. Präsentieren Sie Ihre Berufserfahrung als nachvollziehbare Fakten. Die Rechtschreibung sollte natürlich auch passen. Ein schlichtes und gut (digital) lesbares Layout ist selbstverständlich. Dies ist schon alleine deshalb notwendig, weil viele Unternehmen heute mit sogenannten Parsern arbeiten. Ihre Unterlagen werden von einem Programm ausgelesen und in eine Datenbank gespeichert. Das ist ein automatisierter Prozess. Ihre Unterlagen verschicken Sie daher auch am besten per PDF.

curriculum vitae passgenauigkeit lebenslauf jobberie
Aller Anfang ist schwer…

4 Aktuelles Foto

Wenn Sie sich für ein Foto auf Ihrem Lebenslauf entscheiden, nutzen Sie bitte ein aktuelles Passfoto. Sie können natürlich gerne ein professionelles Bewerbungsfoto anfertigen lassen, aber das ist nicht unbedingt notwendig. Denken Sie daran, dass Fotos auch gewisse Erwartungshaltungen wecken. Vor allem in Jobs, in denen Kunden- oder Gästebetreuung ein Thema ist, spielt das Auftreten eine Rolle. Foto und Realität sollten also passen. Denken Sie daran, dass das Vorstellungsgespräch zum Moment der Wahrheit wird. Daher bitte keine Übertreibungen bei der Bildbearbeitung.

5 Ein authentisches Bewerbungsschreiben

Achja, das liebe Bewerbungsschreiben. Von den meisten Bewerber*innen gehasst, von den Personaler*innen meistens gelangweilt zur Kenntnis genommen. Aus Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass die meisten Bewerbungsschreiben ähnlich klingen. Dies liegt daran, dass Bewerber*innen versuchen ein möglichst gutes Schreiben zu verfassen, das sie für die unterschiedlichsten Bewerbungen nutzen können. Viele Bewerbungsschreiben werden auch nach Schablonen oder Vorlagen erstellt.

Bleiben Sie kurz und knackig in Ihrem Anschreiben. Erzählen Sie kurz, wieso Sie sich bewerben oder was Sie an der Firma und der Position interessiert. Legen Sie den Fokus auf Ihre Vorteile. Fassen Sie sich lieber kurz und schreiben Sie vor allem in eigenen Worten.

6 Dokumentieren Sie Ihre Arbeit genau

Dienstzeugnisse sind ein guter Weg, ihre Arbeit zu dokumentieren. Auch wenn etliche Personalverantwortliche versichern, dass Dienstzeugnisse nicht das A und O sind, so bringen Dienstzeugnisse zumindest den Vorteil, dass Ihre Angeben bestätigt werden. Sie müssen die Dienstzeugnisse nicht gleich mitschicken. Verweisen Sie jedoch darauf, dass die Dienstzeugnisse vorhanden sind.

7 Referenzen

Einige Bewerber*innen versuchen mit Referenzen zu punkten. Referenzen sind Personen, die einen Personalverantwortlichen oder Recruiter*innen einen Überblick über die erworbenen Qualifikationen, Kompetenzen und Fähigkeiten vermitteln. Sie sind aber auch gute Zeug*innen für die sogenannten Social Skills. Es ist natürlich klar, dass die angegebene Referenz meist nur Positives berichtet. Aber dennoch zeigt die Angabe einer Referenz, dass Sie keine Scheu davor haben, dass man sich über Sie erkundigt. Und alleine das ist schon positiv.

8 Fassen Sie nach

Sie haben Ihre Unterlagen verschickt und zwei Wochen nichts gehört. Seien Sie nicht sauer, sondern zeigen Sie sich von von Ihrer proaktiven Seite. Fassen Sie freundlich nach. Dies führt in vielen Fällen dazu, dass man sich mit Ihrer Bewerbung eingehender beschäftigt.


Dieser Artikel wurde für JOBSORA – Jobs aus Deutschland geschrieben. Er erschien am 16. März 2021.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.