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Netzwerken mit XING, Linked In und Co. – Eine “geistesfindung”.

https://pixabay.com/static/uploads/photo/2014/12/26/09/49/social-media-580301_640.pngEs ist doch herrlich Blogs zu lesen, die die gleiche Meinung und Ansichten vertreten. Das macht sehr sympathisch, denn gleich und gleich gesellt sich gern. Und man fühlt sich unter anderem bestätigt. So fand ich es spannend zu lesen, dass Jennifer Warkentin auf ihrem Weblog “geistesfindung” einen Artikel zum Thema Netzwerken verfasste, der im Wesentlichen die Message vertritt: Beim Netzwerken ist Altruismus eine wichtige Grundeinstellung. Oder wie ich es immer sage: “Geben ist wichtiger als nehmen”.

Aber der Reihe nach. Sie kennen das auch. Jetzt haben Sie doch überall die netten Profile auf Linked In, Xing und Co. ausgefüllt und sie bekommen keine Anfragen und Jobangebote außer die vom System generierten. Das ist frustrierend, liegt aber auch vielleicht an der Grundhaltung, die viele Menschen beim Bewerben an den Tag legen. Sie reagieren. So wie sie auf Stellenanzeigen reagieren, warten sie auch darauf, dass sie in den Profilen gefunden werden. Oder wie Jennifer Warkentin sagt:

Ich höre öfter mal Aussagen wie “Jetzt habe ich mich bei Xing und LinkedIn angemeldet, habe wie blöd Kontakte ausfindig gemacht und das war jetzt alles umsonst, da ist nichts bei rumgekommen, ich lösche meine Accounts wieder”.

Wer so denkt, sollte auch unbedingt die Account löschen, denn Netzwerke funktionieren wenig bis gar nicht, wenn sich alles nur um einen selbst dreht.

Die meisten Leute meinen, wenn sie nur reichliche Anfragen stellen und eine ansehnliche Kontaktliste vorweisen können, würden wie von selbst die Jobangebote und Nachfragen hereinflattern während sie Däumchen drehen. Aber warum sollte das passieren? Wenn ich meinen Lebenslauf ganz vielen Leuten in die Hand drücke, heißt das automatisch, dass ich Jobangebote erhalte? Wohl nicht unbedingt, die meisten werfen ihn weg im übertragenen Sinne.

In diesem Punkt stimmte ich mit der mir unbekannten Bloggerin vollkommen überein. Wenn Sie den Account nur passiv nutzen und warten, dass Wunder passieren, löschen Sie ihn. Wenn Sie die Accounts nutzen, um still und leise an informationen zu kommen, um up-to-date zu bleiben, dann behalten Sie ihn. Wenn Sie jedoch wollen, dass Response kommt, beackern Sie ihre Social-Media-Plattformen mit Content, Input, Antworten, Wortspenden. Machen Sie sich bekannt. Seien Sie derjenige oder diejenige, der oder die etwas zu sagen hat.

Ich kenne das nur zu gut aus Foren. Nur, wenn man regelmäßig in Interaktion mit anderen Schreiber/innen tritt, bekommt man auch response. Ansonsten wird man bestensfalls ignoriert. Aber auch hier ist es gut, sich nicht immer nur mit den gleichen User/innen auszutauschen, die auf der gleichen Wellenlänge surfen. Dies kann dazu führen, dass alle zwar “furchtbar lieb” zueinander sind, doch ständig im eigenen Saft kochen.

Das Problem ist ähnlich wie bei Webseiten und Internetauftritten. Nur etwas ins Netz zu stellen ist noch kein Garant dafür ein Star über nacht zu werden (ich weiß wovon ich rede). Da gehört eine gewisse Portion an Akribie, Selbstlosigkeit und vielleicht auch Glück dazu. Eine Website und ein Social Media Account müssen gewartet werden, ebenso wie ein eigenständiger Blog. Die Leute sollen doch aufmerksam werden, einen Nutzen haben, wiederkommen und im besten Fall eine Weiterempfehlung abgeben. Denn hier liegt ein weiterer Schlüssel zum Netzwerken verborgen. Empfehlen Sie mich weiter, ist das Mascherl, das wir an unsere Geschenke, die wir an die Community richten, geheftet haben. Also ganz so altruistisch ist es dann auch nicht.

 

Real-Life-Networking funktioniert auch nur wenn “geben-nehmen” angesagt ist

Außerdem war ich auch schon bei real-life-Netzwerkveranstaltungen, vornehmlich im Kunst- und Kulturbereich. Wenn alle nur bei der Veranstaltung sitzen um Werbung für die eigene Vernissage, das nächste Konzert etc. zu machen oder um irgendwo eine Möglichkeit für eine Ausstellung zu ergattern oder etwas ähnliches, werden diese Netzwerkveranstaltungen sterben, da Unausgewogenheit herrscht. Es sind zu viele da, die einen Nutzen aus dem Netzwerktreffen ziehen wollen, jedoch nichts anbieten können. Das funktioniert halt nicht.

Netzwerken funktioniert nach dem Schneeballprinzip. Nur es kann mitunter ganz schön anstrengend werden, bis der Schneeball zu Lawine wird.

 

Links:

Netzwerken klappt nur, wenn man an sich denkt

Blog “geistesfindung” von Jennifer Warkentin

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