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Er wird das sehr gut machen…

Woran Stellenbesetzungen eventuell scheitern können und was Sie als Bewerber machen können…

Die deutsche Personalberatungsfirma „heiden associates“ http://www.heiden-associates.com führt unpassende Stellenbesetzung auf einen entscheidenden Faktor zurück. Es würde zu wenig Rücksicht auf die Fittung im Team gelegt. Mit anderen Worten: Erfahrungswerte, soziale Fähigkeiten und Ähnliches würden vorher abgeklopft, ob diejenige Person jedoch mit dem unmittelbaren Vorgesetzten respektive mit den Kolleg/innen klar kommen wird, kann beim Vorstellungsgespräch mit dem oder der Personalverantwortlichen oft nicht oder nur unzureichend fixiert werden. Dass dieser Faktor wichtig ist, kann ich aus meiner eigenen beruflichen Praxis empirisch dokumentieren: Im Normalfall sah ich denjenigen, mit dem ich den Vorstellungstermin hatte, erst wieder bei der Weihnachtsfeier. Ein ehemaliger Kunde, der im Personalmanagement tätig war, wollte sich selbständig machen. Seine USP war, dass er ganze Teams abwerben oder anheuern wollte. Und in den USA ist es mehr als eine Gepflogenheit, dass mit dem Abtritt eines Präsidenten eine ganze Verwaltung gehen darf. Auch in den europäischen Gefilden wechseln mit einem neuen Regierungschef die Minister/innen und viele fragen sich, wieso der oder diejenige ein gewisses Ressort erhält, obwohl er/sie keine Erfahrung in diesem Bereich hat. Sebastian Kurz wäre hier als aktuelles und hervorstechendes Beispiel zu nennen.Es wird bezweifelt, ob er die fachliche Kompetenz als Minister mitbringt, da er mit seinen 27 Jahren und so weiter und so fort.

Sein Chef – Finanzminister und Vizekanzler Michael Spindelegger – hat diese Personalentscheidung ganz klar dokumentiert und argumentiert. Auf die Frage:“Worauf führen Sie den Widerstand gegen Kurz zurück? Geht es um Neid, weil da einer mit 27 Jahren Außenminister wurde?“antwortet Michael Spindelegger, als der unmittelbare Vorgesetzte, wenn Sie so wollen Folgendes:

„Sicher spielt Neid eine Rolle. Manche glauben, dass sie es besser könnten. Nur: Ein Minister muss kein exzellenter Fachmann sein. Experten gibt es in jedem Ministerium. Der Ressortleiter muss das, was fachlich erarbeitet wurde, politisch steuern können. Und Sebastian Kurz wird das sehr gut machen.“ (die Presse vom 22. Dezember 2013)

Sebastian Kurz wird das sehr gut machen. Das nenne ich Vertrauensvorschuss pur. Die Zukunft wird weisen, ob dieser Vertrauensvorschuss kein Schuss in den Ofen war. Aber dennoch: Geht es bei den meisten Jobs nicht genau um diese Werte „Vertrauen“ auf der einen Seite und „Loyalität“ auf der anderen Seite.

Was kann ich als Bewerber/in nun tun, um dieses „Teamfitting“ zu erreichen. Nach Unterschreiben es Dienstvertrages ist sicherlich die passive Seite der Kommunikation gefordert. Mit anderen Worten: „Zuhören, zuhören und noch einmal zuhören.“

Ein Lösungsansatz

Ich für meinen Teil möchte jedoch schon vor Unterschrift wissen, auf was ich mich einlasse. Wenn die Personalentscheider/innen kein Treffen mit dem unmittelbaren Vorgesetzten vorsehen, bitte ich um ein selbiges. Dies hat meistens auch den Vorteil, dass ich meinen Arbeitsplatz / Standort begutachten kann. Bei drei von meinen (potentiellen) Dienstgeber/innen sprach ich vorher mit dem jeweiligen unmittelbar Vorgesetzten. Zweimal bekam ich den Job, einmal ging es daneben – aber davon ein anderes Mal mehr.

 

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