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Das liebe Bewerbungsschreiben

Immer wieder werde ich gefragt, wie ein Bewerbungsschreiben funktioniert und wie es aufgebaut werden soll. Nun… ich gehe hier mit den Herren Püttjer und Schnierda.
Sie sprechen davon, dass eine Bewerbung allgemein “passgenau, stärkenorientiert und glaubwürdig” sein soll. Ich denke, dass dies insbesondere auch für das Bewerbungsschreiben zutrifft.

Ein weiterer Tipp, der von meiner ersten Mentorin im Bewerbungsgeschäft kam, lautete:“Im ersten Satz steht mein stärkstes Argument.”

Also ein Satz wie: “Mit großem Interesse bewerbe ich mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle…” könnte das Gegenteil von  “passgenau” und “Argument” sein. Es ist ein Seitenfüller.Und Seitenfüller sagen auch etwas aus. Jedoch nichts über ihre Stärken.Das Problem ist, dass wir das Bewerbungsschreiben zwar äußerlich an den Geschäftsbrief anlehnen, jedoch inhaltlich anders aufbauen. Eine langwierige Einleitung im Stil einer “captatio benevolentiae” – das ich mit “Wohlwollenerheischung” übersetzen würde, ist in einer schnelllebigen und schnelllesenden Zeit nicht immer angebracht. Den berühmt-berüchtigten Satz “Hiermit möchte ich mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle bewerben…” können Sie – wie bereits gesagt –  getrost vergessen. Vor allem deshalb, weil Sie ja (1) mit der Bewerbung grundsätzliches Interesse zeigen (2) im Betreff auf die Ausschreibung Bezug nehmen. Aber wenn Sie das Offensichtliche und Klare überbetonen wollen. Nur zu. Und vergessen Sie nicht auch noch zu behaupten, dass SIE der/die RICHTIGE für diesen Posten sind. Ich betone das nur deshalb, weil ich noch massenweise Bewerbungsschreiben bekomme, die so starten.

Eines bleibt. Es gibt auch hier keine Küchenrezepte. Aber bezüglich Einstellung mein wichtigster Hinweis: Denken Sie daran, dass das Bewerbungsschreiben auch (eventuell) jemand liest oder zumindest überfliegt und Sie wollen Ihr Gegenüber absolut nicht langweilen…” Zu banal. Na dann brauchen Sie meinen nächsten Tipp auch nicht. Hände weg von Vorlagen, die könnten zum Boomerang werden.

To be continued…

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