Absageschreiben, Eisschreiben und Aperitifschreiben – die Zweite

In einem der vorhergehenden Beiträge schrieb ich über “Absageschreiben, Eisschreiben und Aperitifschreiben” im Allgemeinen und welche Wichtigkeit diese im Sinne von Employer Branding für die Unternehmen haben könnten. Kurze Zeit später ereilte mich selbst wieder eines dieser Schreiben…

Sehr geehrter Herr Elsen!
Vorab vielen Dank für Ihre Bewerbung und Ihrem Interesse an der ausgeschriebenen Position.
Wir müssen jedoch zurzeit leider absagen, halten Ihre Bewerbungsunterlagen aber gerne in Evidenz und kommen im Falle einer neuerlichen Stellenausschreibung, mit einer ähnlichen, für Sie interessanten Position auf Sie zurück.
Wir wünschen Ihnen auf Ihrem weiteren Weg viel Glück und Erfolg.
Mit besten Grüßen

Ein klassisches Eisschreiben, nicht besonders ausgearbeitet, Standardformulierungen. Das Besondere an diesem Eisschreiben besteht darin, dass die eigentliche Bewerbung gar nicht von mir stammt, sondern nur von mir weitergeleitet wurde. Dieser Vorgang mag zwar etwas ungewöhnlich sein, lag jedoch daran, dass der Kunde über keine E-Mailadresse und vor allem über keinen Internetzugang verfügt. In meinem Anschreiben verwies ich dezidiert darauf, dass ich nur der Vermittler sei. Im Copy&Paste-Zeitalter kommt so etwas natürlich gerne vor. Der Eindruck, der jedoch unweigerlich entsteht ist jener, dass die Bewerbung nicht einmal ordentlich behandelt wurde. So verfehlt das Eisschreiben seine Wirkung.

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